Beteiligung

Beteiligung ist aus der Stadtteilentwicklung in Lurup und auch aus dem Alltag des Stadtteilhauses nicht wegzudenken.

Während der Hauptförderphase der Sozialen und Aktiven Stadtteilentwicklung in den Gebieten Lüdersring/Lüttkamp und Flüsseviertel in Lurup wurden diverse Spielplätze, Jugendfreizeitflächen, Außenanlagen und Parks mit Haltung und Methoden des Planning for Real geplant. Das heißt, alle Interessierten waren eingeladen, sich zu beteiligen. Sie begegneten einander einem großen Plan des Parks oder Spielplatzes. Sie konnten ihr Vorschläge auf den Plan legen und erläutern. Sie konnten sich mit den anderen Beteiligten und den Planer/innen austauschen und einander dabei besser kennenlernen.ihre Erfahrungen und Ideen wurden ernst genommen.

Auf Grundlage dieser Erfahrungen entwickelte sich in Lurup eine Kultur der Beteiligung, die auch heute noch Früchte trägt. BÖV 38 e. V. und seine Geschäftsführerin Margret Roddis sind dabei zentrale Akteure. Nicht umsonst hat BÖV 38 in seinen Vereinsnamen die Begriffe "Bewegung, Begegnung und Beteiligung" aufgenommen. Das Lese-Kultur-Café und das Stadtteilhaus wurden mit selbst organisierter Beteiligung geplant und entwickelt. Und auch das Luruper Forum profitiert bis heute von der Bereitschaft zur und den Erfahrungen mit Beteiliung in seinem Netzwerk.

 

Beteiligung Stadtteilhaus Lurup

I

Mehr als 60 Erwachsene und Jugendliche aus dem Stadtteil, Schulleiter/innen und Mitarbeiter/innen vieler Luruper Einrichtungen beteiligten sch am 22. September 2005.

 

Im Dezember 2005 wurde trotz aller Proteste  das Haus der Jugend am Böverstland 38 im Zuge der „Standortoptimierung“ der Luruper Jugendeinrichtungen geschlossen. Nachdem die Entscheidung, das Haus der Jugend zu schließen, im Herbst 2005 feststand, lud BÖV 38 e.V. den ganzen Stadtteil in den Böverstland 38 zur Bedarfsermittlung und Projektplanung ein, um gemeinsam ein Konzept für das Haus zu entwickeln, das den Bewohner/innen und Einrichtungen eine bestmögliche Nutzung des Hauses ermöglichen und gleichzeitig die Finanzierung des Hauses sichern konnte. Die mehr als 60 Teilnehmer/innen erarbeiteten die Grundlagen für die weitere Konzeptentwicklung. Gewünscht wurde ein Haus für den ganzen Stadtteil mit Angeboten für alle Altersgrupen, Raum für Bewegungs- und Sportangeboten, Leseförderung und ein Zuhause für das Lese-Kultur-Café, Fortbildungsangeboten, Angeboten für Schulkinder und Familien, Stadtteilkultur, Kino, Beratung und vieles mehr.

Es zeigte sich, dass es ein großes Interesse daran gab, das Haus für den Stadtteil zu nutzen, dass aber nur wenige etwas zur Finanzierung beitragen konnten. Bis zur Anerkennung als Stadtteilkulturzentrum lagen waren noch einige anstrengende Jahre zu bewältigen....

 

 

Beteiligung Lese-Kultur-Café


Gemeinsam planen für eine Bücherei in Lurup am 18.01.2005.

 

Am 18. Januar 2005 luden die Freunde der Luruper Bücherhalle zum Workshop "Neustart für die Bücherhalle Lurup" ein. Mehr als 30 engagierte Bürger/innen und Mitarbeiter/innen von Luruper Einrichtungen folgten der Einladung. Sie formulierten Antworten auf die Fragen "Was für eine Bücherhalle brauchen wir?" und "Was brauchen wir in der Bücherhalle?" Und Sie erklärten vielfach ihre Bereitschaft, ehrenamtlich etwas zur weiteren Entwicklung des Büchereiprojekts beizutragen – bei der Konzept- und Projektentwicklung über die Vermittlung von Sponsoren und Know How bis zur Mithilfe im zukünftigen Büchereibetrieb.

 

Ein Jahr lang erarbeitete eine Gruppe Engagierter auf Grundlage der Workshopergebnisse ein Konzept für eine in Kooperation mit den Luruper Schulen selbst organisierte Stadtteilbücherei. Die Ergebnisse wurden auf einem zweiten Workshop zum Thema "Lese-Kultur-Café Lurup" am 9. Februar 2006 vorgestellt und die Workshopteilnehmer/innen zur weiteren Mitplanung und Mitarbeit eingeladen.

Am 3. Mai 2006 eröffente dann das Lese-Kultur-Café als erstes Projekt im Stadtteilhaus Lurup.