Stadtteilentwicklung

Luruper Forum bei der wohlverdienten Pause vor dem Stadtteilhaus

 

Ein weiterer Baustein des Stadtteilhauses ist aus dem Engagement für die soziale, aktive und heute integrative Stadtteilentwicklung in Lurup erwachsen.


Förderprogramme der Stadtteilentwicklung in Lurup

Lurup hat seit 2000 vom Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ und vom Hamburgischen Senatsprogramm „Aktive Stadtteilentwicklung“ profitiert. Nach Abschluss aller Projekte werden in Lurup im Rahmen des Programms „Aktive Stadtteilentwicklung“ 14 Millionen Euro investiert worden sein, davon 6,3 Millionen Euro aus Mitteln des Programms, die anderen Millionen wurden u.a. von in Lurup aktiven Trägern sozialer Einrichtungen, von anderen Fachbehörden, vom Bezirksamt und insbesondere von der SAGA aufgebracht, die sich in Lurup besonders engagiert habe.

In dieser Zeit wurde von der steg Hamburg mbH steg Hamburg ein Stadtteilbüro zur Koordination, Beratung und Projektentwicklung aufgebaut. Der Stadtteilbeirat Luruper Forum entwickelte sich seit dieser Zeit zu einem verlässlichen, kooperativen Gremium, in dem alle Interessierten zum Mitwirken und Mitentscheiden eingeladen sind. Jeden Monat treffen sich im Forum 50 bis 70 engagierte Bewohner/innen, Aktive aus Vereinen, sozialen Einrichtungen, Schulen, Gewerbe, Verwaltung und Politik. Die Stadtteilzeitung Lurup im Blick entwickelte sich zur monatlich erscheinenden, gern gelesenen und viel genutzten Informationsquelle über die Arbeit des Luruper Forums, über Projekte und Angebote von Initiativen und Einrichtungen im Stadtteil und über Stadtteilkultur.


Stadtteilhaus als Zentrum der Stadtteilentwicklung

Allen Beteiligten war bewusst, dass mit Auslaufen des Förderprogramms die Quartiersmanager/innen der steg Lurup verlassen und ihren Stadtteilladen schließen würden. Daher beschäftigte sich das Forum intensiv mit der Frage, was erforderlich wäre, um die bewährte Zusammenarbeit in und für die Stadtteilentwicklung in Lurup eigenständig weiterzuführen. Das Ergebnis war: Wir brauchen ein Stadtteilhaus mit Stadtteilbüro als Treffpunkt und Unterstützungsort für alle Aktiven und die Zeitung „Lurup im Blick“.

BÖV 38 e.V. konnte dem Forum genau ein solches Haus anbieten und dazu noch stundenweise eine Mitarbeiterin, die die Zusammenarbeit im Stadtteil weiter fördern und bei Projektentwicklungen unterstützen kann. Das Luruper Forum nahm dieses Angebot gerne an und beschloss einstimmig ohne Enthaltungen:

Das Luruper Forum begrüßt und unterstützt die Realisierung des Konzeptes Stadtteilhaus Lurup im Haus Böverstland 38, das eine gemeinschaftliche Nutzung der Räumlichkeiten durch unterschiedliche Initiativen, Projekte, Gruppen und Vereine vorsieht. Das Luruper Forum fordert die Verwaltung und die Politik auf, sich dafür einzusetzen, dass im Stadtteilhaus dauerhaft Räumlichkeiten für vielfältige, ehrenamtliche Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden und eine zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement in Lurup eingerichtet wird.

Dieser Beschluss wurde zur Grundlage für ein Nachsorge- und später Verstetigungskonzept, auf dessen Grundlage die Raumkosten für das Stadtteilbüro und Herstellungs- und Druckkosten von Lurup im Blick bis jetzt finanziert werden. Außerdem wurden aus Mitteln der Stadtteilentwicklung der Umbau eines Raumes zum Stadtteilbüro und ein Anbau mit einem separaten Zugang zur Veranstaltungshalle und den WCs finanziert. Jetzt kann die Halle für Veranstaltungen genutzt werden, ohne dass der Betrieb im Cafébereich gestört wird.

Auch das Lichtwark-Forum Lurup e.  V. Verein zur Förderung der Stadtteilkultur, der die Trägerschaft für das Luruper Forum, „Lurup im Blick“ und die Stadtteilbühne übernommen hat, ist mit ins Stadtteilhaus eingezogen. Ebenso der Luruper Bürgerverein e.  V., der Angebote und Veranstaltungen für Senior/innen gestaltet.

Im Dezember 2006 endeten die Sonderförderung und damit auch das Quartiersmanagement der steg Hamburg mbH in den Luruper Fördergebieten Lüdersring/Lüttkamp und Flüsseviertel. Das Stadtteilbüro zog in das neu eingerichtete Stadtteilhaus am Böverstland 38 um. Seit Januar 2007 werden die Luruper Gebiete im Rahmen der Nachsorge der Aktiven Stadtteilentwicklung weiter gefördert. Der Stadtteilbeirat „Luruper Forum“ führt in Zusammenarbeit mit dem Lichtwark-Forum Lurup e.V. und BÖV 38 e.V. eigenständig das Stadtteilbüro und die Vernetzung für die Entwicklung des Stadtteils weiter. Seit 2008 ist das Lichtwark-Forum Lurup e.V. Träger des Luruper Forums, des Verfügungsfonds, der „Stadtteilzeitung Lurup im Blick“, der Homepage www.unser-lurup.de und des Stadtteilbüros im Stadtteilhaus Lurup.

 

Förderung im Rahmen der RISE-Nachsorge

Die Luruper Fördergebiete wurden Ende 2009/Anfang 2010 im Rahmen der Überleitungsevaluation für das Hamburger Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass in Lurup insgesamt „tolle Arbeit“ geleistet wurde. Es wurde empfohlen, die Luruper Fördergebiete in die Verstetigung des RISE-Programms aufzunehmen und weiterzufördern.
Aktuell werden aus dem RISE-Programm das Stadtteilbüro im Stadtteilhaus Lurup, die Stadtteilzeitung "Lurup im Blick" und der Verfügungsfonds des Luruper Forums, mit dem das Luruper Forum in jedem Jahr viele kleinere Stadtteilprojekte fördern kann, finanziert.